Parodontitis ist eine bakteriell verursachte Entzündung des Zahnhalteapparats, also des Gewebes und Knochens, die den Zahn im Kiefer verankern. Sie verläuft oft lange unbemerkt: Erste Anzeichen können Zahnfleischbluten, gerötetes oder zurückgehendes Zahnfleisch und Mundgeruch sein. Bleibt eine Parodontitis unbehandelt, kann sie bis zum Zahnverlust führen. Studien weisen zudem auf Zusammenhänge mit Allgemeinerkrankungen wie Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen hin.
Diagnostik
Im Rahmen der Vorsorgeuntersuchung erheben wir regelmäßig den Zustand Ihres Zahnfleisches, unter anderem durch Messung der Zahnfleischtaschen. Ergänzend kann digitales Röntgen zeigen, ob bereits Knochen abgebaut wurde.
Keimbestimmung: Wissen, welche Bakterien beteiligt sind
Bei ausgeprägten oder hartnäckigen Verläufen kann ein mikrobiologischer Keimtest sinnvoll sein. Dabei wird eine Probe aus den Zahnfleischtaschen entnommen und im Labor analysiert. Das Ergebnis zeigt, welche Bakterienarten an der Entzündung beteiligt sind. So ist eine gezielte Behandlung möglich, etwa wenn eine unterstützende Antibiotikatherapie infrage kommt.
Systematische Behandlung
Die Parodontitis-Therapie erfolgt in mehreren Schritten:
- Vorbehandlung: Professionelle Zahnreinigung und Anleitung zur häuslichen Mundhygiene, die Grundlage jeder erfolgreichen Therapie.
- Hauptbehandlung: Gründliche Reinigung der Zahnfleischtaschen und Wurzeloberflächen, um bakterielle Beläge zu entfernen.
- Unterstützende Nachsorge (UPT): Regelmäßige Kontrollen und Reinigungen in individuell festgelegten Abständen, um das Behandlungsergebnis langfristig zu stabilisieren.
Gerade die Nachsorge ist entscheidend: Parodontitis ist eine chronische Erkrankung, die dauerhafte Aufmerksamkeit braucht. Wir erstellen gemeinsam mit Ihnen einen Nachsorgeplan, der zu Ihrer Situation passt.